Ausstellungseröffnung

Samstag, 05. Juli 2014, 15 Uhr

Ausstellungseröffnung 01Die Eingangstür am Atelier D steht weit offen, über dem Eingang weht symbolisch ein kleiner Ausschnitt einer „abgetakelten“ Original-Sparrenburg-Flagge. Der Nachmittag ist mild und allenfalls zeitweise mit Nieselspuren durchfeuchtet. So finden gut 60 Neugierige her, um die Eröffnung meiner Ausstellung mitzuerleben.

Dank Sunčana Dulićs (Modedesignerin, Galeristin) spannender und anschaulicher Einführung, gerät die Veranstaltung für alle zum Bildungsprogramm zum Thema Flaggen, Fahnen und Kulturgeschichte.

Ausstellungseröffnung 02Fahnen sind also Unikate, meist aufwändig in handwerklichen Einzelschritten gefertigt, Flaggen dagegen immer gleiche reproduzierbare Gewebegebilde. Meine Kunst wäre demnach die Transformation von Flaggen in Fahnen? Obwohl? Sind abgetakelte Flaggen nicht eigentlich auch schon Fahnen, weil sie ja durch die Einwirkung von Wind und Wetter auch schon zu Unikaten geworden sind?!??!

Die Gastgeberin erläutert den Begriff der Objektkunst, führt in die Herstellungsweise der ausgestellten Reliefs ein, vergleicht die Wirkung der weißen Plastiken mit römischen Marmorskulpturen, zeigt wo genau das Ausgangsmaterial noch zu entdecken ist … ach, Spaß macht es einfach, zuzuhören.

Dann gibt sie das noch jungfräuliche Werk „Flagge 7, hochgebunden“, ein an roten Fäden schwebender Stadtplan, zur Mitgestaltung frei. Alle Besucher sind ab diesem Zeitpunkt dazu aufgerufen, am Dach der Stadt Bielefeld mitzubauen. Das können sie auch weiterhin während der gesamten Laufzeit der Ausstellung bis zum 23. August.

Eine „abgetakelte“ Sparrenburg-Flagge liegt bereit und darf zerschnitten werden. Durch eigenes Handanlegen kann jede/r ihren/seinen persönlichen Gedanken über den Zusammenhalt Bielefelds Ausdruck verleihen.

Ausstellungseröffnung 03Schnell machen die anwesenden Kinder begeistert den Anfang und bringen damit auch die Großen dazu, Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Stoff wird gerissen, beschriftet, genäht, geknotet, verwebt …

Neben all dem Gewebe in rot und weiß findet ein besonderer Hinkucker seinen Weg in das Werk: Eine leere Papiertaschentuch-Verpackung. Dieser Beitrag möchte ein Hinweis auf den heimischen Fußballverein sein, wie ich von der mitwerkelnden Besucherin erfahre. Blau fehlte ihr im Bild.

Doch, was genau auf der Hülle steht, verrate ich an dieser Stelle nicht   ; ))

Humor ist übrigens ebenso erlaubt wie gern gesehen.

Sekt pur oder mit einem Schuss rot, Wasser in klar und Weingummi-Herzchen in rot-weiß bereichern farblich abgestimmt den schönen Nachmittag.

Sunčana und Sonja, euch einen ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung!

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